Wandern in Brasilien – 2013

Wandern in Brasilien ist Abenteuer in einem geschützten Nationalpark des atlantischen Regenwaldes. Dabei streifen Sie durchs Dickicht historischer Goldgräberstädte, wandern auf wertvollem Boden echter Schätze, lauschen neuen Tier- und musikalischen Klängen und atmen dabei Brasiliens Kunst ein.

Das ist neu:

Wir wandern durch das Edelsteingebiet von Minas Gerais und auf historischen Sklavenwegen.
Die Fährte des Mähnenwolfs führt von der freien Wildbahn direkt vor unser Objektiv.
Diamant, Gold und Imperialtopas – Wir fahren zur Quelle dieser Bodensschätze.
Diamantina, Ouro Preto und Congonhas – Weltdenkmal der UNESCO – gleich 3x.

CONFINS (Intern. Flughafen von Belo Horizonte) – NATIONALPARK SERRA DO CIPÓ – DIAMANTINA – CARAÇA – MARIANA – OURO PRETO – CONGONHAS – BELO HORIZONTE – CONFINS

1. Tag – CONFINS – SERRA DO CIPÓ
Willkommen am schönsten Flugplatz Brasiliens! Wir sind eine Stunde Fahrt (60 km) vom Wanderparadies, dem Nationalpark Serra do Cipó entfernt. Mittagessen und Sklavenweg, Wasserfälle und Wandertouren; die Vielfalt der Wanderwege und alle Möglichkeiten sich in der Natur zu bewegen, werden hier Ihren Wünschen gemäß abgestimmt.

2. Tag – SERRA DO CIPÓ

Mehr als 1600 Blumenarten erwarten Sie in einem der bedeutendsten Nationalparks Brasiliens mit Wanderwegen, zahlreichen Quellen, Bächen und Wasserfällen. Dieses Naturschauspiel an der Espinhaço-Bergkette gewinnt durch die Beobachtungsfähigkeit und Zuwendung der Besucher, die zwischen Bromelien und Orchideen auch neuen und unbekannten Pflanzen ihre Aufmerksamkeit schenken. Das Moos auf Baumstämmen und Felsen besticht in ungewöhnlichen Farben, Rot, Orangen und Gelb. Nach den Regengüssen des Sommers ist zwischen April und November die beste Wanderzeit. Die genaue Beschreibung aller Wanderwege im Nationalpark finden Sie im folgenden Archiv. ( Klicken Sie hier ) Das Mittagessen ist inklusive, ein unvergesslicher Wandertag ebenso!

3. Tag – SERRA DO CIPÓ – DIAMANTINA

Auch heute sind wir mit Rucksack, Wasser, Proviant, Sonnschutz und unserer Kamera ausgerüstet, überqueren Bäche um zu den Wasserfällen “do gavião” und “das andorinhas” zu gelangen. Der Tag gehört noch voll und ganz dem Nationalpark und fahren am späteren Nachmittag nach Diamantina (200 km) weiter. Nach 3 Stunden kommen wir an; das Abendessen ist inklusive.

4. Tag – DIAMANTINA

Diamantina ist die nördlichste der Goldgräberstädte von Minas Gerais, und hat sich damit lange Zeit vor den meisten Besuchern etwas versteckt gehalten. Das Klima auf 1200 m wird von umliegenden Bergen und Wäldern geprägt, und begleitet Spaziergänger über das historische Pflaster zu einer architektonischen Besonderheit: dem Hausübergang “Passadiço”, dessen Bau sich an der venezianischen Seufzerbrücke inspirierte.

Die heutige Wanderung führt uns zu einem Flußbett mit Schürfunterricht für Gold und Diamanten. Örtliche “garimpeiros”, wie freiberufliche Schürfer genannt werden, zeigen uns wie ihre Arbeit auch heute noch für ihren Unterhalt sorgt. Dabei können wir rohe und geschliffene Diamanten an der Quelle erwerben. Nach dem Mittagessen werden wir einen Sklavenweg unter unseren Füßen spüren.

5. Tag – DIAMANTINA – CARAÇA

Ein Handarbeitsmarkt in einer kleinen Seitengasse vereint bei Kaffee, Tee und hausgemachten Backwaren jeden Sonntag morgens Besucher und Straßenmusikanten. Stadtbesichtigung und Abfahrt nach dem Mittagessen. Unendlich scheinende Eukalyptuswälder begleiten uns auf einer 400 km langen Fahrt bis CARAÇA – in ein Naturschutzgebiet – das nicht umsonst Heiligtum (Santuário do Caraça) genannt wird. Abendessen im Festsaal für alle Besucher, und gleichzeitige Fütterung des Mähnenwolfs auf den Klosterstufen. Alle warten still und gespannt, ob auch heute das tapferere männliche Tier zuerst der Einladung des Priesers folgt, der „guará, guará, vem (komm) guará!“ in das Dunkle der Nacht hineinruft. Der „lobo guará“ lebt als Familientier und bewohnt das Weite des Waldes, welcher das Kloster umgibt. Hier ist Vollpension, alle Mahlzeiten sind inklusive; der Wolf wird nur abends gefüttert.

www.santuariodocaraca.com.br/english/home_page.php

6. Tag – CARAÇA

Dieses Kloster aus dem 19. Jahrhundert war bis 1965 ein Internat, das für seine hohe Qualität bekannt war und berühmte Politiker als Schüler hatte. Der erste Kaiser Brasiliens, Pedro I. fand hier ebenso Quartier, wie sein Sohn mit seiner Gemahlin bei einer späteren Reise. Zwischen den Wanderungen lohnt sich der Besuch des kleinen Museums, wo die Intarsien des kaiserlichen Wappens die Betten von Dom Pedro II und Theresa Christina schmücken. Diese malerische Landschaft zeigt deutlich den Übergang vom atlantischen Regenwald (mata atlântica), der oberhalb von 1200 m zum „serrado“-Wald wird. Dieser niedrige Baumwuchs verbirgt eine reiche Vielfalt an Formen und kleinen Blüten, die uns erst beim Wandern, Verweilen und Bewundern seine ganze Pracht und Fülle mitteilt.

7. Tag – CARAÇA – MARIANA – OURO PRETO     
Am Vormittag nehmen wir mit den letzten Spaziergängen Abschied von diesem Schatz der Natur. Nach dem Mittagessen läßt uns die Fahrt durch Abbaugebiete in Richtung Ouro Preto keinen Zweifel: wir sind im Eisenen Viereck, der reichsten Eisenerzproduktion des Bundesstaates. Von hier wird Eisenerz mit Wasser durch ein 400 km langes Rohr bis zur Küste gepumpt und wir erfahren Interessantes zur Hauptaktivität dieses Wirtschaftsgebietes. 2 Stunden später erreichen wir Antônio Pereira, einen Tagebau im Bezirk von Ouro Preto wo der Imperialtopas gefunden wird. Stolz zeigen uns die Schürfer, was ihre Arbeit mit Pickel und Spaten zuletzt ans Tageslicht brachte. Mit großer Vorsicht werden die gelb- bis rotfarbenen Kristalle aus dem weichen Muttergestein gelöst um an Sammler und Schleifer verkauft zu werden. Zwei der schönsten Kristalle dieser Mine werden wir im Mineralienmuseum von Ouro Preto bewundern können. Nach einer kurzen Fahrt besuchen wir Mariana, den ersten Ort der Golgräbergeschichte schrieb. Wie die 1701 von Arp Schnitger in Deutschland gebaute Orgel ihren Weg hierher in die Kathedrale fand, erzählen wir Ihnen ausführlich während eines Spaziergangs durch die Altstadt. Noch 12 km und wir erreichen am frühen Abend Ouro Preto.

8. Tag – OURO PRETO

Heute lernen wir die reichste Stadt des 18. Jahrhunderts kennen, deren historischer Kern in bester Qualität erhalten geblieben ist. Gold, Aleijadinho und Tiradentes – 3 Begriffe prägen sich mit Ouro Preto für immer in unsere Erinnerung ein: Wirtschaft, Kunst und Politik.
?Die Bedeutung dieses Zusammenwirkens faszinieren beim Erzählen und Zuhören; auch die UNESCO, die bereits 1980 Ouro Preto als ersten Stadt Brasiliens zum Weltkulturerbe erklärte. Nach dem Rundgang durch die Altstadt haben wir die Mittagspause wohl verdient. Die Gerichte der regionalen Küche werden am Buffet mehr als nur erklärt. Am Nachmittag ist Freizeit für den Specksteinmarkt, Geschäfte und den Besuch einer Schleiferei.

9. Tag – OURO PRETO


Der Weg zur höchsten Bergspitze, der 1772 m hohe Pico da Itacolomi hat auch geschichtliche Bedeutung. Das Schwarze Gold (Ouro Preto) ist erstmals Ende des 17. Jhdts. im Tripuí-Fluss gefunden aber als Edelmetal nicht gleich erkannt worden. Als das grauschwarze Granulat untersucht und als Gold bestätigten wurde, erinnerten sich die Abenteurer nur an diese markante Felsenspitze. Sie war nun der einzige Wegweiser zur Fundstelle. Das war 1680 und der Beginn der Goldgräbergeschichte von Ouro Preto. Bei der Wanderung am Vormittag kommen wir zu diesem Berg und sind erst am frühen Nachmittag zurück. In der benachbarten Goldmine „da passagem“ fahren wir mit dem Minenwagen in den 315-Meter-langen Stollen. Mit Hilfe eines Goldwäschers werden wir auch da fündig. Es ist der letzte Abend den wir in Ouro Preto verbringen und bei einem gemeinsames Abendessen gibt noch Hinweise für alle, die für Rio de Janeiro und ihre Sambaklänge vorbereitet sein möchten.

10. Tag – OURO PRETO – CONGONHAS – BELO HORIZONTE – INTERN. FLUGHAFEN CONFINS

Der Fahrt zum Flugplatz hat uns noch zwei Höhepunkte reserviert. Wir besichtigen den bedeutendsten Kunstschatz Brasiliens aus dem 18. Jhdt. Zu Aleijadinhos letzten Meisterwerken zählen im Wallfahrtsort Congonhas 66 bemalte, holzgeschnitzte, lebensgroße Figuren, die den Leidensweg Christi darstellen. Den Stiegenaufgang zur Kirche zieren seine 12 Profeten aus Speckstein. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt halten wir am Stadtrand von Belo Horizonte Stadtteil Pampulha. Hier begann der Oscar Niemeyer in den 40er Jahren mit dem Bau der Franziskanerkirche moderne Architekturgeschichte zu schreiben, die später in Brasilia ihren Höhepunkt hatte. Die ungewöhnliche Bauform mißfiel dem damaligen Bischof. Er einweihte das Bauwerk nicht ein und so sprachen alle von der Skandalkirche von Belo Horizonte. Ankunft in Confins und Weiterflug nach Rio de Janeiro zum Verlängerungsprogramm oder Rückflug nach Europa.

11. Tag – INHOTIM (optional)

www.inhotim.org.br
Link do New York Times: www.nytimes.com/indexes/2009/09/27/style/t/index.html#pageName=27brazilwwwww.nytimes.com/2012/03/10/world/americas/bernardo-pazs-inhotim-is-vast-garden-of-art.html?_r=1

Einen Wandertag mehr haben wir für alle aufgehoben, die einmal im größten Garten der Welt eines Zeitgenössischen Freiluftmuseums einen Spaziergang zu einem Wandererlebnis machen möchten. Alle Medien Europas berichten darüber damit auch Sie diesen Eindruck mitnehmen.

10. Tag – OURO PRETO – CONGONHAS – BELO HORIZONTE – INTERN. FLUGHAFEN CONFINS

Der Fahrt zum Flugplatz hat uns noch zwei Höhepunkte reserviert. Wir besichtigen den bedeutendsten Kunstschatz Brasiliens aus dem 18. Jhdt. Zu Aleijadinhos letzten Meisterwerken zählen im Wallfahrtsort Congonhas 66 bemalte, holzgeschnitzte, lebensgroße Figuren, die den Leidensweg Christi darstellen. Den Stiegenaufgang zur Kirche zieren seine 12 Profeten aus Speckstein. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt halten wir am Stadtrand von Belo Horizonte Stadtteil Pampulha. Hier begann der Oscar Niemeyer in den 40er Jahren mit dem Bau der Franziskanerkirche moderne Architekturgeschichte zu schreiben, die später in Brasilia ihren Höhepunkt hatte. Die ungewöhnliche Bauform mißfiel dem damaligen Bischof. Er einweihte das Bauwerk nicht ein und so sprachen alle von der Skandalkirche von Belo Horizonte. Ankunft in Confins und Weiterflug nach Rio de Janeiro zum Verlängerungsprogramm oder Rückflug nach Europa.

Pousadas:

Serra do Cipo:
1. Venaneio – www.cipoveraneiohotel.com.br/br/hotel-overview.html
2. Monjolos – www.fazendamonjolos.com.br

Diamantina:
1. Pousada do Garimpo – www.pousadadogarimpo.com.br
2. Reliquias do Tempo – www.pousadareliquiasdotempo.com.br
3. Vila do Imperador -

Caraça:
1. Pousada Caraça – www.santuariodocaraca.com.br/turismo/pousada_do_caraca.php

Ouro Preto:
1. Pousada Clássica: www.pousadaclassica.com.br
2. Pousada Solar da Ópera: www.hotelsolardaopera.com.br.br